Die Nachkriegszeit

Der erste Gesangverein der Nachkriegszeit in Bunnen wurde im Jahr 1951 gegründet. Die Chorleitung hatte Hauptschullehrer Heinrich Lübken. Im Jahre 1953 kam August Drees, der sich später als Kassierer und auch im eigenem Interesse Notizen zum Vereinsgeschehen machte, dazu.
Seine Aufzeichungen beginnen am 12.10.1954 mit der ersten Mitgliederliste.
mitglieder1954

August Drees führte genau Buch über die Anwesenheit der Mitglieder an den einzelnen Übungsabenden. Wer fehlte, musste 10 Pfennig Strafe bezahlen.
Hin und wieder gab es auch spontane Besuche vom damaligen Pfarrer Franz Niehaus, der sich sicherlich über den Stand der Übungen informierte. Gesungen wurde an besonderen kirchlichen Feiertagen wie Weihnachten usw. und bei Hochzeiten, was dem Brautpaar 5,- DM kostete.

Der erste Sängerball war damals am 16.02.1955 im alten Saal bei Franz Lübken. Trotz des schlechten Wetters waren sehr viele der Einladung gefolgt, so dass der Saal doch ziemlich besetzt war.
Mit der Begrüßungsansprache des Chorleiters Heinrich Lübken wurde der Abend eröffnet. Durch Chorlieder und kleine Vorträge wurde der erste Teil des Abends verschönert.
Paula gr. Nipper und Maria Stammermann sangen: "Dei Oldenburger Bur" und "Wo mag denn nur mein Christian sein" wurde von Paula gr. Nipper vorgetragen.
Danach kam eine kurze Ansprache von Pastor Niehaus, der sich für den Einsatz des Gesangvereins bedankte und dazu aufmunterte, besonders die Männer, sich dem Gesangverein anzuschließen.
Dann ging es zum Tanz über und nebenbei konnte im Knobelstand um die gestifteten Preise geknobelt werden. Die Torten wurden versteigert. Hier die damaligen Gewinner.

Preise: preise Gewinner: gewinner
Neben dem Sängerball wurde einmal im Jahr ein Theater gespielt, wozu man sich auch schon mal Anregungen wie z. B. aus der Aufführung des Bettelstudenten in Tecklenburg holte ( 24.07.55).
Nicht nur die wöchentlichen Übungsstunden fanden statt, auch sonst wurde noch etwas für die Geselligkeit getan. So stand z. B. am 13.10.1955 eine Brauereibesichtigung (Hemmen Farwick) oder am 22.07.1956 ein Ausflug zum Osnabrücker Tiergarten, Bad Rothenfelde, Iburg und Ibbenbühren auf dem Plan.
1960 enden leider die privaten Notizen von August Dress, der am 14.01.1966 aus dem Verein ausschied und die Kasse an Heinz Lübken übergab.
Was hat man damals gesungen? Hier ein Auszug aus dem Liederrepertoire der 50er und 60er Jahre.
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Ende der 60er Jahre löste sich der Nachkriegsgesangverein auf.